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Druckerei

Zwei Einträger-Hängekrane, aus dem Demag-Kranbaukasten KBK in Alu-Version, sind beim österreichischen Unternehmen Goldmann Druck mittlerweile zu unverzichtbaren Helfern in der Produktion geworden. Denn sie übernehmen seit kurzem das Handling von so genannten Stangen, die aus bis zu 1.000 gefalteten Papierbogen bestehen.

Durch den Einsatz dieser flächendeckenden Transportsysteme verringerte sich der Zeit- und Personalaufwand. Da KBK-Aluline überdies etwa 50 Prozent leichter ist als das als Alternative denkbare KBK Classic aus Stahl, lässt es sich auch von Mitarbeiterinnen komfortabel bedienen.

Die Goldmann Druck Aktiengesellschaft, ansässig in dem nahe Wien gelegenen Tulln an der Donau, blickt auf eine mehr als hundertjährige Tradition zurück. Die damals kleine Buchdruckerei entwickelte sich zu einer der modernsten Druckereien Europas und zu einem der 500 größten Unternehmen Österreichs. Goldmann zeigt zunehmend Präsenz in den anderen Staaten der Europäischen Union und erschließt sich mit Zweigbetrieben in Ungarn und der Tschechischen Republik die wachsenden osteuropäischen Märkte.

Mit 320 ständigen Mitarbeitern und rund 150 Aushilfskräften, die bei Bedarf tageweise beschäftigt werden, druckt Goldmann vor allem Magazine und Werbeprospekte in meist hohen Auflagen. Dafür stehen neun Rollendruckmaschinen mit Umfängen von acht bis 48 Seiten zur Verfügung. Pro Monat werden durchschnittlich etwa 4.000 Tonnen Papier verarbeitet. Das Kundenspektrum reicht von großen Verlagen bis hin zu kleinen Gewerbetreibenden.

Mehr Qualität und Produktivität

Um das manuelle Handling zu reduzieren, rüstete Goldmann drei seiner Druckmaschinen mit Stangenbildnern aus. Unter einer Stange versteht man in der Druckbranche bis zu 1.000 gefaltete Papierbogen, die nebeneinander liegend zu einer Stange geformt werden. Ein weiterer Grund, der für die Stangenbildner sprach, ist die aus ihrem Einsatz resultierende höhere Qualität. Denn ein Bogen, der in einer Stange gepresst wird, lässt sich besser im Sammelhefter weiterverarbeiten, als lose gestapelte Bögen.

Damit Goldmann die auf den Druckmaschinen produzierten, bis zu 100 Kilogramm schweren Stangen bewegen kann, investierte er für den Bereich Sammelhefterei in zwei Einträgerhängekrane aus dem Kranbaukasten KBK Aluline der Demag Cranes & Components. Dazu Magister Richard Rettenbacher, Betriebsleiter bei Goldmann: "Durch die Umstellung profitieren wir auch von schnelleren Produktionsabläufen und von Personaleinsparungen. Manuell könnten die Stangen nur noch von zwei Personen mit sehr großem Kraftaufwand gehandhabt werden."

Lieferumfang der österreichischen Demag-Tochtergesellschaft aus Salzburg zählten zwei Einträgerkranbrücken KBK-Aluline 180 mit einer Tragfähigkeit von 315 Kilogramm, einem Spurmittenmaß von 5.500 Millimeter und einer Trägerlänge von 6.000 Millimeter. Beide Krane, die gemeinsam auf einer sieben bis acht Meter langen Kranbahn und damit über den ganzen Sammelhefter laufen, sind mit einer Einschienenuntergurtlaufkatze ausgestattet, die die Stangen mithilfe eines Elektrokettenzugs anhebt und transportiert. Der Kettenzug arbeitet wahlweise mit Geschwindigkeiten von acht oder zwei Meter pro Minute. Zur Sicherheit baute Demag einen Kollisionsschutz ein, der die beiden manuell zu verfahrenden Krane automatisch auf einer Distanz von 700 Millimeter, gemessen zwischen den Kranhaken, hält.

Als Lastaufnahmemittel verwendet Goldmann Stapelzangen. Mit diesen Greifern, die genau auf die Stangenlänge zugeschnitten sind, nehmen die Mitarbeiterinnen die Stangen auf und setzen sie auf das zur Maschine führende Fördersystem. Die Stapelzangen werden über integrierte Druckknöpfe gesteuert, das heißt elektrisch gehoben und gesenkt sowie pneumatisch geöffnet und geschlossen.

Ergonomisch handhaben

"Wir haben uns verschiedene Systeme angesehen und von mehreren Unternehmen Angebote eingeholt und uns dann für das KBK-Aluline-System von Demag entschieden. Das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmte, wobei besonders der einfache Montageaufwand hervorzuheben ist. Noch wichtiger war uns, dass KBK-Aluline, verglichen mit dem KBK-Classic-System aus Stahl, rund 50 Prozent leichter ist. Außerdem sieht es ansprechender aus", erläutert Richard Rettenbacher. "Das geringere Gewicht war das wesentliche Auswahlkriterium, zumal die Maschinen von Mitarbeiterinnen bedient werden, die die Stangen damit viel ergonomischer handhaben können. Sie müssen an der Last ziehen oder drücken, um die Krane und Katzen zu positionieren. Dabei sind, im Gegensatz zum KBK-Classic, nicht 315 Kilogramm, sondern nur 175 bis 200 Kilogramm manuell zu bewegen und zu stoppen. Die Mitarbeiterinnen sind daher mit dem KBK-Aluline-System sehr zufrieden. Und sie haben schnell gelernt, damit umzugehen."

Leicht, modern und umweltresistent

Neben dem geringen Eigengewicht steht das KBK-Profil Aluline für modernes Design und für Resistenz gegenüber Umgebungseinflüssen. Zu seinen Einsatzbereichen zählen pendelnde Ein- und Zweiträgerkrane, gerade Einschienenbahnen sowie die ergonomische Handhabungstechnik mit pendelnden und starren Bauteilen. Durch seine Eignung für starre Anwendungen ist das Aluminiumprofil auch in Verbindung mit Handhabungsanlagen einsetzbar, bei denen negative, gegen die Schwerkraft gerichtete Kräfte auftreten.

Im Unterschied zum klassischen KBK-System, das für eine Tragfähigkeit von bis zu 3.200 Kilogramm ausgelegt ist, hat Demag das Aluline-System, je nach Profil, für Lasten im Gewicht von bis zu 1.000 Kilogramm konzipiert. KBK- Aluline ist ein Innenläuferprofil, das das Fahrwerk beispielsweise vor Schmutz schützt. Schutz vor Umgebungseinflüssen, wie Feuchtigkeit, bieten die eloxierte Oberfläche des Profils und die Beschichtung der anderen Teile.

Vom höheren Materialpreis des Aluminiums, verglichen mit Stahl, sind nur die Bahnteile, aber nicht die Aufhängungen und Fahrwerksteile betroffen. Abgesehen davon sind die Komponenten des Aluminium- und des Stahl-Baukastens weit gehend identisch. Infolgedessen erzielt Demag beachtliche Synergieeffekte und kann kostengünstiger produzieren.

Zudem fällt KBK Aluline durch Montagefreundlichkeit auf, was ebenfalls zu wirtschaftlichen Vorteilen führt. Unter anderem erübrigt sich, aufgrund der hohen Präzision des in der Fertigung angewandten Strangpressverfahrens, ein Ausrichten während der Montage.




 
DEMAG Cranes & Components